Dennis Eversbergs Beitrag „Die Spannung steigt!? Sozial-ökologische Mentalitäten in Deutschland am Vorabend von »Fridays for Future«“ beim Forschungskolloquium von Prof. Lessenich am 24.11.2020

Die Spannung steigt!? Sozial-ökologische Mentalitäten in Deutschland am Vorabend von »Fridays for Future« – mit diesem Titel nimmt Dennis Eversberg als Referent am Forschungskolloquium „Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftskritik“ an der Ludwig-Maximilians-Universität in München teil.

Seit einiger Zeit scheint sich das Klima nicht mehr nur biophysikalisch, sondern auch gesellschaftlich-politisch aufzuheizen. Während die Einen auf die Straße oder in Wälder und Kohlegruben gehen, um ein schnelles Umsteuern weg vom Fossilismus und hin zu globaler Klimagerechtigkeit zu fordern, haben andere die Leugnung der menschengemachten Klimakrise und den Widerstand gegen die Energiewende als politisches Mobilisierungsfeld für autoritär-nationalistische Ideologien entdeckt. Täuscht dieser Eindruck, oder polarisiert sich der sozial-ökologische Konflikt in Deutschland? Anhand einer Sekundäranalyse der Befragung „Umweltbewusstsein in Deutschland 2018“ kartiert der Vortrag die „Landschaft“ sozial-ökologischer Mentalitäten hierzulande kurz vor dem jüngsten Aufschwung der Klimabewegung und analysiert die Dynamik des Konflikts innerhalb der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt.

Wann? am 24. November 2020, 18:00-20:00 Uhr
Wo? online über Zoom

Das Forschungskolloquium wird organisiert von Prof. Dr. Stephan Lessenich (Lehrstuhl Soziale Entwicklungen und Strukturen, LMU München) in Kooperation mit der Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V. und dem Institut für Soziologie.

Unterwegs: Lilian Pungas und Jana Holz in der Feldforschung

Unsere beiden Mitarbeiterinnen und angehenden Doktorandinnen waren in den Sommerwochen 2020 jeweils für ihre zweite Feldforschung in Finnland und Estland unterwegs.


Feldaufenthalt und Interviews in Äänekoski, Mittelfinnland

Für ihr Dissertationsprojekt ist Jana Holz im Spätsommer 2020 erneut nach Finnland gereist. Für zwei Wochen war sie in Äänekoski, einer Industriestadt in Mittelfinnland, unweit der Universitätsstadt Jyväskylä. Für das „flumen“-Projekt untersucht sie Innovationen und Veränderungen in der finnischen Forstwirtschaft, die mit der Bioökonomie verbunden sind, sowie deren sozialstrukturelle Bedeutung für sozial-ökologische Transformationsprozesse. Während dieser Forschungsreise kontzentrierte sich Jana Holz auf die Stadt Äänekoski und die dort ansässige Bioprodukte-Fabrik der finnischen Firma Metsä Group. Die Anlage ist die modernste und effizienteste Zellstofffabrik der Nordhalbkugel und stellt seit der Ankündigung des geplanten Investmentprojektes 2015 einen Meilenstein in der Geschichte der finnischen Forstwirtschaft dar. Neben Zellstoff werden auch andere Bioprodukte wie Kiefernöl, Terpentin und Bioeinergieprodukte produziert. Angegliedert an die Fabrik entsteht ein System aus innovativen, kleineren Anlagen, die verschiedene Biotechnologien um den Zellstoff herum erforschen und ausprobieren. Lokal bringen die zunehmenden Entwicklungen in der bio-basierten Holzwirtschaft in und um Äänekoski vor allem Investitionen in die Infrastruktur, eine prosperierende Wirtschaft auch außerhalb des Metsä-Firmengeländes und Zuversicht für die Zukunft mit sich – allerdings auch einen steigenden Druck auf die regionalen Waldbestände, Gefahren für deren Biodiversität sowie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch die Zulieferung zur Fabrik. Ein zweischneidiges Schwert, das es wert ist, soziologisch, mit Blick auf die verschiedenen sozialen Gruppen in der Stadt untersucht zu werden.  

In den zwei Wochen in Äänekoski konnte Jana Holz mit zahlreichen lokalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Anwohner*innen sprechen. Ziel des Aufenthalts war es, eine genauere Idee davon zu bekommen, wie die lokale Bioökonomisierung, Modernisierung und Intensivierung der Forstwirtschaft die sozial-ökologischen Beziehungen und Strukturen sowie diverse Nutzungspraktiken und Verständnisse von Natur und Wald verändern.


Feldforschung in Narva und Sillamäe, Ostestland

Unsere Mitarbeiterin Lilian Pungas war im August in Ostestland und hat dort zahlreiche Interviews in und um Narva und Sillamäe durchgeführt. Ihre Schwerpunkte waren neben der dortigen Subsistenzlandwirtschaftpraxis dieses mal auch 

  • die Corona Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung
  • Gender-Aspekte
  • Mensch-Natur-Verhältnisse
  • der lokale Ölschiefersektor und 
  • die jetzigen „Just-Transition“-Aushandlungsprozesse

Lilian Pungas untersucht die Subsistenzlandwirtschaft der überwiegend russischen Bewohner*innen Narvas in ihren Datschen, weil diese in den 90er Jahren, nach Zusammenbruch der Sowjetunion, besonders unter den Folgen der Transformation zu leiden hatten. Hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit führten zu Existenzängsten, welchen die Bewohner*innen mit dem Anbau eigener Lebensmittel begegneten. In Bezug auf Mentalitäten findet sich unter der untersuchten Gruppe eine hohe Skepsis gegenüber neoliberalen Wachstumsimperativen. Als Gärtner*innen praktizieren die Bewohner*innen von Narva und Sillamäe bereits einen Aspekt der Bioökonomie.


Flumen Beiträge auf der Degrowth Konferenz 2020

Die Wiener Degrowth Konferenz findet dieses Jahr aufgrund der Coronabeschränkungen digital statt. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2020 wird es Workshops und Vorträge zu aktuellen Debattenbeiträgen rund um Degrowth-Themen geben. Die Nachwuchsgruppe flumen wird sich an der Konferenz mit 5 Beiträgen einbringen:

  • Matthias Schmelzer stellt zusammen mit Nina Treu, Tadzio Müller, Julianna Fehlinger und Brototi Roy am Freitag, dem 29. Mai um 11 Uhr 45 das neu erschienene Buch „Degrowth in Movement(s)“ vor. Die Buchvorstellung findet auf English mit deutscher Übersetzung statt.
  • Dennis Eversberg und Melissa Büttner geben ebenfalls am Freitag, um 18 Uhr den Workshop „Sozial-ökologische Transformation: Mit wem – und gegen wen?“. Der Workshop findet auf Deutsch statt.
  • Anschließend wird Dennis Eversberg um 18 Uhr 45 an der Podiumsdiskussion zu „Understanding transformations and the role of strategy“ teilnehmen. Die Diskussion findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.
  • Am Samstag, den 30. Mai nimmt Matthias Schmelzer um 10 Uhr an der Podiumsdiskussion zum Thema „Advancing a Degrowth Agenda in the Corona Crisis“ teil. Die Diskussion findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.
  • Am Sonntag, den 31. Mai um 17 Uhr gibt Lilian Pungas zusammen mit Susan Andreatta, Christina Plank, Robert Hafner, Mladen Domazet und Branko Ancic den Workshop: „Restructuring the Third/Corporate Food Regime: How Farmers and the Public are Transforming Food and Agriculture for the Future – Post-Covid-19“ . Der Workshop findet auf Englisch statt.

Weitere Infos zur Konferenz sowie ein ausführliches Programm finden sich hier: https://www.degrowthvienna2020.org/en/program/.

Call for contributions: The bioeconomy as a blueprint for the postfossil society? Contours of the social after coal and oil

A set of sessions at the 7th International Degrowth and 16 th ISEE Joint Conference: Building Alternative Livelihoods in times of ecological and political crisis.
Manchester 1 to 5 September 2020.

We invite you to send us your abstracts of no more than 250 words until March 6, 2020 to:
flumen@uni-jena.de

More Information here.

The event is a collaboration between Junior Research Group Mentalities in Flux, Friedrich-Schiller-University Jena, Germany and Junior Research Group BioInequalities, Friedrich-Schiller-University Jena, Germany

Postwachstum trifft Postsozialismus – Was können wir für die sozial-ökologische Transformation von der postsozialistischen Transformation lernen?

Am 30.01.2020 lud der Erzählsalon Rohnstock-Biografien in Berlin verschiedene ExpertInnen und WissenschaftlerInnen zum Thema „Postwachstum trifft Postsozialismus“ ein.

Auf der Suche nach alternativen Gesellschaftsentwürfen werden derzeit einige Ansätze diskutiert. Einer dieser Ansätze nennt sich „Postwachstum“. Hierbei wird eine grundlegende Kritik am Wirtschaften kapitalistischer Gesellschaften und deren Wachstumsparadigma formuliert. VertreterInnen dieses Ansatzes erforschen wachstumsunabhängige Gesellschaften und wie deren Produktions- und Lebensweisen sozial und ökologisch gerecht ausgerichtet werden kann. Für einen solchen Transformationsprozess bedarf es einen tiefgreifenden und emanzipatorischen gesellschaftlichen Wandel.

Der Erzählsalon brachte VertreterInnen des Postwachstums mit ExpertInnen des Postsozialismus zusammen, damit aus dem vergangenen postsozialistischen Transformationsprozess für die anstehende Transformation gelernt werden kann. Als VertreterInnen des Postwachstums war flumen Forscherin Lilian Pungas vor Ort, um aus ihren Forschungen über Osteuropa zu berichten.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Auch die Medien waren vor Ort und berichteten anschließend darüber.
Berliner Zeitung
junge Welt
neues Deutschland

Wissenschaftsjahr Bioökonomie eröffnet mit Eindrücken aus BEPASO-Projekt

Berlin 16.01.2020. Jana Holz und Lilian Pungas waren für flumen im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin beim Abschlussworkshop des Projekts „BEPASO – Bioökonomie und gesellschaftlicher Wandel“, das verschiedene Szenarien einer Bioökonomie in Deutschland in 2050 entwickelte. Dieser fand zeitgleich zur Eröffnung des Wissenschaftsjahr Bioökonomie im FUTURIURUM statt, welches ein Jahr voller Veranstaltungen, Diskussionen und Projekten rund um die Bioökonomie einleitet – und die Veröffentlichung der neuen Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung beinhaltete. Bioökonomie und gesellschaftliche Debatten um die Entwicklung dieser sind also mehr als am Puls der Zeit!

Die Projektpartner von BEPASO stellten die Ergebnisse aus Repräsentativbefragungen, Modellierungen sowie Stakeholderworkshops und -befragungen vor. Methodisch griffen sie u.a. auf die Delphi-Befragung und Szenarioentwicklung zurück, um mögliche Zukünfte einer Gesellschaft und Wirtschaft im 2050 in Bezug auf verschiedene Aspekte der Bioökonomie zu entwickeln. So wurden Konsum, Produktion, Mobilität, Energieversorgung, Landwirtschaft, Flächennutzung, Naturschutz uvm. in die Szenarioentwicklung einbezogen. Vorgestellt wurden die Szenarien „Bioökonomie am Tropf“ – im Endeffekt ein „weiter so“, 2050 ist also Bioökonomie weiterhin ein Nischenthema und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen hoch, ebenso wie die Konsummuster der Bevölkerung; „Bioökonomie-Inseln“, in welchem sich bestimmte Teile der Wirtschaft in Richtung einer Bioökonomie weiter entwickeln und es kleinere Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft gibt, die jedoch nur einem Teil der Bevölkerung zu Gute kommen und mit großer sozialer Ungleichheit einhergehen; und „Bioökonomie-Wende“, ein feel-good-Szenario, das reduzierte Konsumgewohnheiten, eine klimafreundlichere Mobilität, hochtechnisierte, aber ökologische Landwirtschaft und eine Ausweitung des Naturschutzes kombiniert.

Für flumen konnten wir für unsere geplante Befragung vor allem methodische Anregungen mitnehmen sowie in BEPASO das komplexe Zukunftsthema Bioökonomie allgemein verständlich herunter gebrochen und grafisch ansprechend dargestellt wurde. Interessant war für uns ebenfalls, inwieweit alle Szenarien sehr technik-optimistisch waren und welche Rolle soziale Aspekte (z. B. erhöhte soziale Ungleichheit) in den Szenarien und für die Szenarioentwicklung spielten. 

Lilian Pungas an der Universität Wien bei einer Ringvorlesung „Ökologische Krise in Osteuropa“

flumen Mitarbeiterin Lilian Pungas hat am 7. November 2019 an der Universität Wien bei einer Ringvorlesung „Ökologische Krise in Osteuropa“ eine Vorlesung mit dem Titel „Ackern unter Hochspannungsleitungen und neben Ölschieferwerken in Estland“ gehalten.

Estland ist das einzige Mitgliedsland der Europäischen Union, das Ölschiefer seit Jahrzehnten ununterbrochen großindustriell nutzt und deswegen pro Kopf einen der höchsten CO2-Fußabdrücken in ganz Europa hat. Der heimische Ölschiefer bedeutet Versorgungssicherheit und verringert die Risiken einer Abhängigkeit vom großen Nachbarn im Osten. Paradoxerweise wird es im Osten des Landes abgebaut, wo die Mehrheit der russisch-sprachigen Bevölkerung Estlands wohnt, die schon im Laufe der 1990er Jahre von der Arbeitslosigkeit und Armut überproportional betroffen war und jetzt wegen steigenden CO2-Quotenpreisen die Schließung einiger übrig gebliebener Ölschieferwerke befürchtet. Eine wichtige sozioökonomische Resilienz für die dortige Bevölkerung stellen dabei die Gartenkooperativen, die sog. „dachas“ dar – ein Beispiel dafür, dass man trotz der vielen Widersprüche vor Ort ein nachhaltiges, Suffizienz-orientiertes Leben führen kann.

Unterwegs: „flumen“ bei der 16. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie

Lilian Pungas, Philip Koch und Jana Holz nahmen für „flumen“ an der Tagung mit dem Schwerpunkthema „Ressourcen in der sozialwissenschaftlichen Umweltforschung“ am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung vom 30. September bis 01. Oktober 2019 teil.

Im Zuge der Tagung diskutierten die ca. 20 anwesenden Nachwuchswissenschaftler_innen über materielle ebenso wie immaterielle Ressourcen, darüber auf welche Art und Weise Ressourcen das Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt prägen, über Dimensionen von sozialer Ungleichheit bezüglich der (Un-)Verfügbarkeit und Nutzung von Ressourcen sowie darüber wie etwas überhaupt zu einer Ressource wird (also gesellschaftlich als solche konstruiert und anerkennt wird). Die Vorträge waren zu so diversen Themen wie der Verwendung des Konzepts der Ökosystemleistungen in der Stadt- und Regionalplanung, der Vermeidung von Essensresten in der Kantinenverpflegung, zu Inwertsetzung von Natur und den Grenzen des Ressourcenbegriffs im Zuge der Beschäftigung mit Biodiversitätskonflikten sowie zu Bioökonomie. Zunächst hat am ersten Tag Maria Backhouse (Leiterin unseres Schwesterprojekts Bioinequalities an der Universität Jena) über Ressourcen und globale soziale Ungleichheiten in der entstehenden Bioökonomie in Brasilien referiert und in die Tagung eingeleitet. Direkt anschließend stellten Jana Holz und Lilian Pungas das Projektvorhaben „flumen“ sowie erste Gedanken zu ihren Fallstudien resultierend aus den Feldaufenthalten im Sommer 2019 in Estland und Finnland vor. Die Diversität des Begriffs Bioökonomie, die verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Vorgänge, die darunter gefasst werden (oder auch nicht) sowie die politischen und wirtschaftlichen Interessen, die mit einer Ausweitung und Förderung bioökonomischer Programme einhergehen, wurden in beiden Beiträgen angesprochen und anschließend mit den Teilnehmenden diskutiert.

Mehr Informationen zur Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie.

Unterwegs: Jana Holz ist im August zu Besuch in Finnland und an der Universität Helsinki

Jana Holz weilt vom 12. bis 23. August 2019 für ihre Dissertation als Gastwissenschaftlierin an der Universität Helsinki. Insgesamt verbringt sie vier Wochen in dem nordeuropäischen Land und besucht neben der Hauptstadt die Orte Tampere, Joensuu und Jyväskvlä. Im Rahmen der Nachwuchsforschungsgruppe „Mentalitäten im Fluss: Vorstellungswelten in modernen bio-kreislaufbasierten Gesellschaften“ (flumen) schreibt Jana Holz ihre Dissertation über Innovationen und Veränderungen im finnischen Sektor der Forstwirtschaft und mit Bezug auf die Bioökonomie sowie deren sozialstrukturellen Bedeutung für Transformationsprozesse. In dieser ersten Feldphase werden in Kooperation mit der Universität Helsinki eine Vielzahl an qualitativen Interviews mit Expert*Innen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft geführt, um genauer nachzeichnen zu können, wie die Bioökonomisierung der Forstwirtschaft die lokalen und regionalen Strukturen prägt. Ziel des Aufenthaltes ist demnach eine erste Erhebung von Daten. In einer zweiten Feldphase 2020 wird näher ergründet, was sich konkret vor Ort verändert hat und wie die Beteiligten die Veränderungen wahrnehmen.

Unterwegs: Lilian Pungas forscht im August in Estland

Für ihre Dissertation im Forschungsprojekt „Mentalitäten im Fluss: Vorstellungswelten in modernen bio-kreislaufbasierten Gesellschaften“ (Flumen) ist Lilian Pungas im August in die Region Narva nach Estland gereist. Zum Teil mit ihrer Übersetzerin führte sie dort diverse Interviews mit Expert*Innen und Praktizierer*Innen im Bereich der Bioökonomie und (Semi-)Subsistenzlandwirtschaft. In dieser Region hat Selbstversorgung schon während der Sowjetzeit eine besonders große Rolle gespielt, aber auch während des und nach dem Zusammenbruch(s) der Sowjetunion. Anhand der Subsistenzlandwirtschaft sollen die unterschiedlichen Haltungen und Einstellungen der Akteur*innen zu den bioökonomischen Veränderungsprozessen, Mensch-Natur-Verhältnissen uvm. erfasst werden.